…Alles andere ist Schnulli-Bulli!

Werner Hansch über sein Reporterleben - ein Muss für Trabrennsport-Fans!

„Die Stimme des Ruhrgebiets“ schreibt über sein Leben – und obwohl die Öffentlichkeit Werner Hansch natürlich zu 100% mit Fußball verbindet, steckt in seinem Buch viel Trabrennsport. Dieses Buch muss man als Trabrennsport-Fan gelesen haben!

Ich hatte von dem Buch natürlich schon gehört, es allerdings nicht gleich selbst gekauft, sondern es nur auf einen Wunschzettel gesetzt und vor wenigen Tagen geschenkt bekommen. Zum Glück, muss ich sagen – denn im Buchladen hätte ich das Buch zurückgelegt. Auf der Rückseite musste ich von „olympischen Pferderennen“ lesen – und albern oder nicht, so einen Fauxpas hätte ich nicht verziehen. Nein, ich hätte es nicht gekauft. Und bitter bereut!

So kam ich in den Genuss, das Buch in einem Tag durchlesen zu können – ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Sicher berührt es mich persönlich besonders, weil ich als Kind des Ruhrgebiets natürlich unzählige Aha-Erlebnisse beim Lesen habe und mich eher wiederfinde als ein Leser aus einer anderen Region. Und weil ich selbst – wie Hansch – wie die „Jungfrau zum Kinde“ zum Fußball kam und nur ein Jahr nach meinem ersten Stadionbesuch (mit 14) schon beim VfL Bochum für den Aufbau der Homepage mitverantwortlich war. Und dann ist da natürlich noch der Trabrennsport…

Hansch schildert in seinem Buch, wie er zum Pressesprecher und Kommentator in Recklinghausen wurde, dann auf allen West-Bahnen zu hören war und wie ihn der Zufall (ein Brand auf der Trabrennbahn Gelsenkirchen) nach Schalke brachte. Dass er bei seinem ersten Einsatz dort noch ganz im Rennbahn-Duktus war und die Aufstellung mit den Worten „Und mit der Startnummer 1, Norbert Nigbur“ begann, ist ja hinreichend bekannt. Dass er dabei den Gelsenkirchener Geschäftsführer Hans Schneider vertrat, der nebenbei (!) Stadionsprecher in der Glückauf-Kampfbahn war, das war zumindest mir neu.

Und es war nur der erste von viele Aha-Momenten beim Lesen des Buches. Ich hatte gehofft, dass der Trabrennsport einen kleinen Teil des Buches ausmachen würde – wie groß er tatsächlich ist, hätte ich nicht zu hoffen gewagt. Hansch beschreibt unter anderem, wie er als Geschäftsführer in Dinslaken den zuvor ungeliebten Montag als Renntag etablierte und wie er einen jungen Mann förderte und zum HEAT-Volontariat verhalf, der nachher einer der bekanntesten deutschen Film-Regisseure werden sollte.

Ich will nicht zu viel verraten – selber lesen, lohnt sich: